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Einheitslaterne der Bundeswehr

 

Karbidlampe 2712 S

 

Was ist eigentlich Karbid ?

von Erik Leger

 

Eriks Schweizer Karbidlaterne

 

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Beide Laternen gehören zu den so genannten Einheitslaternen, die es in großer Stückzahl von vielen Herstellern gab. Allen gemeinsam ist, das viele Teile  zwischen den Laternen ausgetauscht werden können. Die Größe der eigentlichen Lampe z.B. ist bis auf wenige Millimeter gleich.

 

        Links im Bild eine Karbidlaterne von A. Sartorius Wuppertal.
 
 
   Hersteller : 

 A. Sartorius - Wuppertal

Hier ist die Lampe aus dem Laternengehäuse raus.
von links nach rechts:

 

-Trichter für Karbid,

-Wassertank und Gummidichtung

-Karbidtank

 

Hier ist die Düse mit Dichtung und Überwurfmutter zu sehen.
Düse mal von oben mit Specksteineinsatz, von unten mit Filtergaze.
Kalzium Karbid aus der Nähe.
Hier ist der Karbidtank zu einem Drittel mit Kalzium-Karbid gefüllt.

MAXIMAL Füllung - keinesfalls mehr!

Die Laterne leuchtet damit 5-6 Stunden, bei kleiner Flamme über 7

Hier sitzt der Trichter obendrauf.
Hier ist der Einfüllstutzen des Wassertankes zu sehen, der Schraubdeckel hängt verliersicher an einer Kette.

Links davon ist das Regulierventil des Wassertankes.

Flamme zu klein
Flamme optimal hoch

(Ventil 1/4 Umdrehung geöffnet)

Flamme zu groß

(zu hoher Wasserfluss eingestellt)

Lampe von links mit rotem Glas
und rechts ist das grüne.
 

 

Funktionsweise :  In das abschraubbare Lampenunterteil wird Kalziumkarbid eingefüllt (maximal 2/3) . Das Oberteil besteht aus dem Wassertank , meist mit Spiegel . Der Wassertank ist mit einem Ventil und einer Regulierschraube versehen. Mit dieser Regulierschraube kann die Wassermenge die auf das Karbid tropft, eingestellt werden. Kalziumkarbid bildet, wenn es mit Wasser in Berührung kommt, Azetylengas. Dieses wird aus dem Tank zur Düse aus Speckstein geleitet und einem Streichholz oder (dem bei einigen Lampen eingebautem Feuerstein) entzündet. Azetylengas brennt sehr lichtstark. Mit ca. 150 gr. Karbid erhält man ca. 6 Stunden recht gleichmäßiges Licht ohne weiteres zutun. Als Abfallprodukt entsteht  Karbidschlamm (Calciumhydroxid). Diese Verbindung wandelt sich der Luft durch Aufnahme von Kohlendioxyd wieder in den ursprünglichen Rohstoff, nämlich Calciumkarbonat oder Kalkstein, zurück. Der Geruch von Karbidschlamm empfindet nicht jeder als angenehm. Wenn der Prozess einmal in Gang gesetzt ist, lässt sich die Gasbildung  schwerlich abstellen. Trotz zudrehen der Regulierschraube brennt die Lampe oft noch Stunde(n) weiter.

Da mit Karbid schon einige Unfälle passiert sind, sollte der Umgang damit und natürlich auch das Handhaben einer solchen Laterne nur mit allergrößter Sorgfalt geschehen ! 

Siehe auch "was ist eigentlich Karbid" von Erik

Das Wasser darf keinesfalls auf das Karbid strömen, sondern nur gaaanz langsam tröpfeln. Bei den Einheitslaternen geht man von ca. 2 Tropfen pro Sekunde aus !

Wer eine solche Laterne wieder in Betrieb nehmen möchte, sollte sehr bedacht vorgehen, alle Teile der Lampe auf Risse oder sonstige Materialschäden kontrollieren. Fast immer muss die Gummidichtung am Tank erneuert werden. Sie ist eigentlich an allen älteren Lampen spröde und rissig.

 

Ich untersage hiermit ausdrücklich 

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